Die Glasübergangstemperatur (Tg) ist eine wichtige Kenngröße des Basismaterials, welche anzeigt, ab welcher Temperatur die Harzmatrix vom glasartigen, spröden Zustand in den weichelastischen übergeht.
Der Tg-Wert des Basismaterials gibt hierbei einen oberen Grenzwert vor, bei dem sich die Harzmatrix zersetzt und es folglich zur Delamination kommt. Der Tg ist daher nicht der Wert der maximalen Einsatztemperatur, sondern kann nur sehr kurz vom Material bestanden werden. Als Richtwert für eine dauerhafte thermische Belastung gilt: Einsatztemperatur ca. 25°C unter dem Tg.
Wenn die Glasübergangstemperatur Tg bei über 170°C liegt, spricht man von Hoch-TG-Material.
Hoch-TG-Materialien haben folgende Eigenschaften:
- hoher Glasfließtemperaturwert (Tg)
- hohe Temperaturbeständigkeit
- lange Delaminationsbeständigkeit
- geringe z-Achsenausdehnung (CTE)
Die Zersetzungstemperatur Td eines Harzsystems hängt von den Bindungsenergien innerhalb des Polymeren ab und nicht von der Glasübergangstemperatur Tg. Ein guter Indikator für diese Eigenschaft ist der T260- oder T288-Wert, welcher die Zeit bis zur Delamination bei 260°C bzw. 288°C angibt.
*Conductive Anodic Filament, unerwünschter leitfähiger Faden im Substrat einer Leiterplatte
Die angegebenen Materialien könne je nach Lagerbestand durch technisch gleichwertige / ähnlich Produkte ersetzt werden. Klären Sie bei kritischen Toleranzen bitte Ihre Wünsche immer mit unseren Technikern ab.
Übersicht: Technische Optionen für Spezial-Leiterplatten.