Zum Hauptinhalt springen

Fangbohrung

Fangbohrungen sind nicht durchkontaktierte Bohrungen (NDK). Sie dienen dazu, die Leiterplatte für die Bearbeitung exakt zu positionieren. Die Platine wird dabei über Haltestifte geführt, die passgenau in die Bohrungen einrasten.

Die Platzierung richtet sich nach der verwendeten Maschine. Meist werden die Bohrungen asymmetrisch gesetzt, damit die Platine nicht verdreht eingelegt werden kann. Über die Haltestifte ergibt sich eine sehr niedrige Toleranz für alle folgenden Arbeitsschritte.

In der Produktion helfen Fangbohrungen vor allem bei der Stapelbearbeitung – also beim Bohren oder Fräsen mehrerer Leiterplatten übereinander. Damit sitzen alle Lagen gleich und die Bearbeitung bleibt maßhaltig.

Ein verwandter Begriff ist die Aufnahmebohrung. Auch sie dient der Positionierung im Fertigungsprozess, wird aber je nach Maschine und Ablauf an anderer Stelle eingesetzt.

Wichtig ist die Abstimmung mit dem Leiterplattenhersteller. Lage und Durchmesser der Fangbohrungen müssen zu den Anlagen passen, sonst greifen die Haltestifte nicht sauber und die Toleranzen werden schlechter.

Zurück zur Liste